Artikel in der Woman: So geht Liebe!

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Artikel in der Woman: So geht Liebe!

In der Februar 2015-Ausgabe der Woman habe ich verraten, warum sich ab und zu der Wurm in die Beziehung einschleicht und wie man ihn wieder loswird.

Es war wirklich toll gemeinsam mit der Journalistin Andrea Stanitznig den Artikel zu erarbeiten und Einblicke in das 1×1 der Beziehung geben zu können.

Ich bin mir sicher, dass wenn man sich nur ein oder zwei Tipps von dem Beitrag zu Herzen nimmt, man glücklicher in seiner Beziehung sein kann.

Auch das Fotoshooting mit Christian Jungwirth von Bigshot war erstklassig.

Es folgt der abgetippte Artikel sowie Bilder im Anschluss:

Sie weiß genau, wie die Steirer Lieben… Doris Jeloucan, 32, hat schon alles erlebt: Liebeskummer, tränenreiche Abschiede und Flaute im Bett. „Na ja, nicht unbedingt selbst, aber meine Klienten schütten mir ihr Herz aus, und ich unterstütze Paare bei ihrer Krisenbewältigung“, so die Grazer Therapeutin. Uns verriet sie, wie’s funktionieren könnte.

Doris Jeloucan, 32. Kriselnde Beziehungen und Single-Probleme sind das Geschäft der Grazer Paartherapeutin. Uns verrät sie, warum bei der schönsten Sache der Welt so oft der Wurm drin ist – und wie man ihn wieder vertreibt.

Ein Wort, das Doris Jeloucan am besten beschreibt? Entwaffnend. Das merkt man schon bei der ersten Begegnung mit der 32-Jährigen. „Derzeit gehen steirische Paare in Scharen bei mir in Therapie, weil nicht die Frau, sondern der Mann den Sex verweigert“, erzählt die Therapeutin. Nachsatz: „Das ist ein trauriger Trend.“ Die wissenschaftlich fundierte Erklärung klingt übersetzt so: Der Herr des Hauses steht im Job vermehrt unter Druck, in der Gesellschaft sowieso, und dann eben auch im heimischen Schlafzimmer. „Kein Wunder, dass ihm dann irgendwann die Lust vergeht“, bilanziert Jeloucan.

Seit zwei Jahren in die Grazerin, die als einzige Therapeutin der Steiermark auf Paare und Singles spezialisiert ist, selbständig (jeloucan.at). Sie hilft allen, die in einer Beziehungskrise stecken. Denn: Die Liebe, sagt die Expertin, ist eben nichts anderes als eine Wissenschaft, die man verstehen und lenken lernen kann.

Musterpaar. Die wichtigste Lektion: Keine Beziehung ist perfekt und jede verläuft nach einem ähnlichen Muster. Knapp ein Jahr hält das, was wir die romantische Liebe nennen, an. Danach klinken sich die Hormone, die für die berühmten Schmetterlinge im Bauch verantwortlich sind, aus. „Von einem Tag auf den anderen werden Charaktereigenschaften, die am Anfang noch süß waren, nervig und anstrengend“, verrät Jeloucan aus der Praxis. „Danach sucht man sich entweder einen neuen Kick – wie ein Haus zu bauen, ein Kind zu bekommen -, oder man vergräbt sich in Arbeit. Das sind Auswege, um nicht miteinander in Kontakt sein zu müssen. Man vermeidet mit dieser oftmals unbewussten Strategie, den Tatsachen ins Auge zu sehen und sich, im nun mal nicht so prickelnden Alltag, mit dem Partner auseinanderzusetzten“, bringt sie es auf den Punkt.

Andere Versuchen nicht einmal das und trennen sich gleich, wenn die Schmetterling weggeflogen sind. Laut Statistik Austria geschieht das übrigens am häufigsten rund um die Zwei-Jahres-Marke einer Beziehung.

Was rät Jeloucan nun aber den Paaren, die genau dieser Endstation aus dem Weg gehen wollen? „Es reicht nicht, lieb zueinander zu sein. Man muss von Anfang an bestimmte Themen daheim am Küchentisch anschneiden“, sagt sie. Dazu gehören auch Eckpunkte aus der Familiengeschichte, den Umgang mit Geld und ähnliche Dinge, die später zu Konflikten führen können.

Kritisieren und Nörgeln sind pures Gift für eine Partnerschaft. „Man muss aufhören, Fehler zu zählen. Stattdessen sollte man seinen Partner bewusst wertschätzen“, meint Jeloucan. Und: „Wenden Sie sich einander zu, anstatt voneinander ab. Nehmen wir an, einer der Partner kommt abends nach Hause und will etwas von der Arbeit erzählen. Nicht abwinken, dass man keine Lust oder Zeit für die Geschichte hat. Ein offenes Ohr zu haben, stärkt die Bindung.“ Bewusste Signale, dass man die Meinung des anderen ernst nimmt, sowie Zärtlichkeiten auszutauschen tun ihr Übriges. Noch eine Sache müsse man sich immer vor Augen halten: „Jeder „verdient“ seine Beziehungsprobleme, indem er sie jahrelang einschleichen lässt, ohne an deiner Lösung zu arbeiten. Man ist also Täter und Opfer zugleich. Das muss man sich bewusstmachen, auch wenn es mitunter schwer fällt.“

Tabuthema. Noch ist es jedenfalls längst keine Selbstverständlichkeit in der Steiermark, zu seinen Beziehungsproblemen zu stehen. „Ich habe Klienten, die reisen aus der Obersteiermark an, nur um nicht dabei gesehen zu werden, wie sie zur Therapie gehen“, sagt Jeloucan. Das Thema zu enttabuisieren, hat sie sich zu einem ihrer beruflichen Ziele gemacht.

Übrigens: Wie sie es eigentlich im Privatleben der Therapeutin selbst aus? Die Antwort wird von einem Schmunzeln begleitet: „ich habe sehr viel Spaß im Leben. Exklusiv vergeben bin ich aber nicht.“

Das sollten Sie über die Liebe wissen.

  • Jeder hat Probleme. Wahre Liebe heißt nicht, nie wieder zu streiten, sondern so viel Energie zu investieren, dass Konflikte nicht mehr so in die Tiefe gehen und verletzend sind.
  • Partnerwahl. Wir suchen uns tatsächlich eine Person aus, die unseren Eltern ähnelt. Die im Grunde alle positiven, aber auch negativen Eigenschaften von Mama und Papa vereint.
  • Alterslos. Liebeskummer tut mit 60 genauso weh wie mit 16. Aber: mit den Jahren nimmt unsere Widerstandfähigkeit ab. Ist man etwa einsam, greift das die Gesundheit stärker an.
  • Gefühle vortäuschen. Richtig gehört – gibt es als Therapie! Begleitend wird mit Oxytocin-Nasen-Spray gearbeitet, man schnupft also einfach das „Kuschelhormon“.
  • Unfallgefahr. Frischverliebte haben wegen der Hormone, die der Körper ausschüttet, ein eingeschränktes Sichtfeld. Das Risiko für Autounfälle steigt.
  • Bettgeschichte. Warum Sex für Männer so wichtig ist? Das Bindungshormon Oxytocin wird, stärker als bei Frauen, beim Akt abgesondert.
  • Rosa Brille. Nach circa einem Jahr ist die Verliebtheit weg. Das Hirn sagt dem Körper, man sollte längst fähig gewesen sein, ein Baby zu zeugen und dreht den Hormonhahn zu.
  • Durchatmen. Steigt der Puls bei einem Streit auf über 130, schaltet sich das Stammhirn aus. Daher ein Tipp: Kurze Pause einlegen und erst dann weiterdiskutieren.

© Woman, Andrea Stanitznig

Wann wurde der Artikel veröffentlicht?

In der Februar 2015-Ausgabe der Woman.

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Mag. Doris Jeloucan
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www.jeloucan.at

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